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Österreiches Qualifikationsgewinn durch Freiwilligenarbeit: Unternehmensbefragung
15 March 2006

Wien, Österreich: Vorliegende Untersuchung ist Teil der vom Bundesministerium für Soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz in Auftrag gegebenen Studie „Qualifikationsgewinn durch Freiwilligenarbeit“. Während die Hauptstudie zum Ziel hat, den durch Freiwilligenarbeit in Österreich entstehenden Qualifikationsgewinn zu analysieren und darauf aufbauend den gesellschaftlichen Mehrwert darzustellen, wird in dieser Untersuchung der Aspekt der Unternehmenssichtweise dargestellt.

400 österreichische Unternehmen, verteilt nach entsprechenden Beschäftigtengrößenklassen und Branchen, wurden hierzu Ende September 2005 telefonisch befragt. Im Zentrum stand dabei die Berücksichtigung von Freiwilligenarbeit im Betrieb sowie die Akzeptanz eines Nachweises über Freiwilligenarbeit bei Stellenbewerbungen.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

  • Nahezu 86 Prozent der Wirtschaftstreibenden erachten es für sehr bzw. ziemlich wichtig, dass sich Menschen außerhalb ihres Berufs freiwillig  engagieren. Dazu bekennen sich vor allem die Kleinbetriebe bis 20 Mitarbeiter/innen, die eigentlichen Motoren unserer Wirtschaft. 
  • Diese Einstellung gilt jedoch nicht nur den Freiwilligentätigkeiten im Allgemeinen – und damit frei nach dem Floriani-Prinzip für Mitarbeiter/innen anderer Unternehmen - sondern insbesondere auch dem Freiwilligenengagement der eigenen Mitarbeiter/innen: Rund 87 Prozent der Wirtschaftstreibenden finden es eher gut, wenn sich ihre Mitarbeiter/innen in ihrer Freizeit freiwillig engagieren. Besonders die unter 35-jährigen befürworten dieses Engagement.
  • Sehr erfreulich ist aber auch die Einstellung zum Qualifikationserwerb der Freiwilligen. Rund 93 Prozent der Befragten stimmen der Ansicht, dass man sich durch Freiwilligenarbeit für den Beruf nützliche Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen kann, voll bzw. teilweise zu. Mit steigender Mitarbeiter/innenzahl im Unternehmen nimmt dieser Prozentsatz zu.
  • Und: Besonders positiv für Bewerber/innen dürfte sich die Einführung eines schriftlichen Nachweises über Freiwilligenarbeit auswirken. 42 Prozent der Befragten geben an, dass ein schriftlicher Nachweis über freiwillig geleistete Arbeiten inklusive der dabei erworbenen speziellen Fähigkeiten die Chancen für die Personaleinstellung eher verbessern würde.
  • Dass die Unternehmen Partner und nicht Gegner der Freiwilligen sind, zeigt sich auch daran, dass rund 7 von 10 Unternehmen freiwilliges Engagement ihrer Mitarbeiter/innen vorwiegend durch die Bereitstellung von Sachspenden und Sponsoring fördern. Immerhin 4 von 10 Unternehmen gewähren für außerberufliches Freiwilligenengagement Bildungskarenz bzw. temporäre Freistellung.
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From: Bundesministerium für Soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz, Austria
© Bundesministerium für Soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz


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